Stadtgärtnerei, Basel, © Robert Adam

Debatte

In den Newslettern erscheinen Artikel von Vertreterinnen und Vertretern der Trägerschafts- und Partnerorganisationen. Diese Beiträge dienen zur Vertiefung und zur Anregung der Debatte. Lesen Sie – geben Sie Ihr Feedback und stellen Sie Ihre Fragen auf unserer Facebook-Seite.

25. August 2016 | Paula Borer, Boris Schibler | Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE

Die ungestellte Frage

Es muss über Suffizienz gesprochen werden

«Verdichtung nach innen» ist allgemeiner Konsens. Diskutiert wird lediglich noch, mit welchen Massnahmen sie am besten umzusetzen ist. Doch so reibungslos wird sich dieser Paradigmenwechsel in der Raumentwicklung nicht umsetzen lassen. Neben verschiedenen rechtlichen Herausforderungen bleibt insbesondere eine grundlegende Frage bisher weitgehend unausgesprochen. Ist sie zu heikel?

Unsere seit Jahren stetig wachsenden Ansprüche an den persönlichen Wohnraum und die individuelle Mobilität werden nicht hinterfragt, obwohl sie Hauptgründe für die Verdichtung sind. Wenn lediglich verdichtet werden muss, damit diese Ansprüche unangetastet weiter wachsen können, werden wir die Probleme potenzieren statt lösen. Es muss darum zwingend auch über Suffizienz gesprochen werden. Suffizienz nennt man den möglichst geringen Verbrauch an Ressourcen, im konkreten Fall also die Frage, wieviel Lebens- und Wohnraum jedem von uns genügen kann. Verschiedene erfolgreiche Unternehmungen der letzten Jahre stehen in Zusammenhang mit dem Thema der Suffizienz: Die Ausgänge verschiedener nationaler und kantonaler Abstimmungen zu Zweitwohnungen und Kulturlandschutz, die gemeinsam genutzten Pflanzgärten der Stadt Lausanne, die 2015 mit dem Schulthess Gartenpreis ausgezeichnet wurden, oder das seit bald 20 Jahren erfolgreiche Carsharing-Unternehmen Mobility sind nur einige Beispiele dafür.

Verzicht auf mehr individuellen Wohnraum

Betrachtet man die Verdichtung mit Perspektive auf unser kulturelles Erbe, erscheint eine Suffizienz-Diskussion gar noch wichtiger. Die «Siedlungsentwicklung nach innen» tangiert nämlich entscheidend Baudenkmäler sowie archäologische Zeugnisse im Boden. Werden die bestehenden Freiräume und Gebäude einfach zu- respektive umgebaut, dann drohen hier unwiederbringliche Verluste. Sollen diese vermieden werden, dann sind die Möglichkeiten zur Verdichtung nach innen begrenzt. Darum muss die Frage gestellt werden, was jede und jeder von uns tatsächlich an Wohnraum benötigt. Nur wenn wir auch über Suffizienz reden, wird die «Verdichtung nach innen» tatsächlich die Zersiedelung der Schweiz stoppen können. Wenn nicht, kann man sich die ganze Verdichtungs-Debatte eigentlich sparen.

Entdeckung neuer Qualitäten

Platz ist ein Komfort, auf den man nicht gern verzichtet. Und natürlich schmerzt es, wenn man sich beschränken muss. Nur: Wäre es denn tatsächlich eine Beschränkung? Man könnte im Verzicht auf Wohnraum und Mobilität auch die Entdeckung neuer Qualitäten sehen. Eine Vereinfachung unseres Lebens, das wir uns nur unnötig kompliziert gemacht haben. Brauchen wir das zusätzliche Zimmer, in dem wir uns kaum aufhalten, tatsächlich, rechtfertig es den höheren Mietbetrag? Der Blick auf den Bereich des Verkehrs zeigt: Unsere Städte und Dörfer wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr für den Verkehr gebaut, sie sind zu «Speicherstätten für Autos» (Adrian Lobe, NZZ 11.03.2016) geworden. Umso mehr als ein Personenwagen in der Schweiz im Durchschnitt während 23 Stunden pro Tag auf einem Parkplatz abgestellt ist. Wären die Fahrzeuge des Individualverkehrs besser ausgelastet, könnte die Mobilitätsnachfrage mit einem Bruchteil der bestehenden Fahrzeuge bewältigt werden. Als Folge stünde mehr öffentlicher Raum für andere Nutzungen wieder zur Verfügung. Die Frage, ob das notwendig ist, erübrigt sich angesichts der begrenzten Ressourcen – es müssen neue Modelle gefunden werden.

Vielfalt an (Frei-)Raumerlebnissen

Was hat das mit dem Gartenjahr zu tun? Das Gartenjahr rückt die Freiräume in den Fokus. Ihre Erhaltung und Inwertsetzung ist dringend notwendig für die allseits geforderte Verdichtung. Unter dem Aspekt der Suffizienz erhöht sich ihre Bedeutung gar noch. Sie sind es nämlich, die den individuellen «Verlust» an Wohnraum kompensieren, indem sie Räume zur Verfügung stellen, wo man ausserhalb der eigenen vier Wände andere Menschen treffen, arbeiten, sich vergnügen, Erholung finden, Kultur und Sport geniessen, sich geborgen fühlen kann. Es sind, analog zu den Autos, Räume die besser ausgelastet sind, als das kaum benutzte Zimmer in der eigenen Wohnung. Sie lassen sich nicht nur nach Feierabend und am Wochenende bewohnen, sondern auch zwischendurch – und sie bieten eine unendlich grössere Vielfalt an Raumerlebnissen als es die eigenen vier Wände jemals könnten.

Gemeinsame Nutzung des Kulturguts

In diesem Sinn kann auch die «Kulturelle Teilhabe» gelesen werden, die der Bundesrat in seiner Kulturbotschaft 2016–2020 als eine strategische Handlungsachse seiner Kulturpolitik formuliert hat: Als das Teilen von kulturellen Gütern, wie Plätzen, Parks oder anderen öffentlichen Freiräumen. Indem wir sie verstärkt gemeinsam benutzen, bereichern wir unser Leben und schonen gleichzeitig unsere Ressourcen. Dies wirkt nicht nur der Polarisierung unserer Gesellschaft entgegen, sondern dient auch der Suffizienz.

Was steht dem entgegen? Zu unangenehm scheint die Frage nach der Suffizienz zu sein. Nicht nur der persönliche Raumbedarf wird damit zur Diskussion gestellt, sondern auch die Frage nach dem Eigentum von Grund und Boden. Diese Ressource, nicht erneuerbar und ebenso unentbehrlich wie endlich, muss sorgfältig gepflegt und darf nicht kurzfristigem Renditedenken geopfert werden, wie es viel zu oft geschieht. Der vermeintliche «Luxus» von öffentlichem Raum an besten Lagen (mit höchsten Bodenpreisen) ist nicht «nice to have» sondern eben unabdingbar und existenziell. Und wird es noch mehr, wenn wir uns eingestehen, dass wir über unsere Verhältnisse leben. Vielleicht wird mit dem Gartenjahr auch diese Einsicht gefördert.

17. August 2016 | Trägerschaft der Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen»

Freiräume und Verdichtung

Fünf Forderungen zum Gartenjahr 2016

Mehr Verdichtung bedeutet mehr Verantwortung für Frei- und Grünräume

Bis 2045 soll die Bevölkerung in der Schweiz um 1,7 auf 10 Millionen ansteigen. Dieses Wachstum wird weitgehend im heutigen Siedlungsgebiet aufgefangen werden müssen. Das bedeutet: Mehr Menschen müssen sich denselben Raum teilen, darin wohnen, arbeiten und sich wohlfühlen.
Freiräume geraten durch die Verdichtung unter Druck – durch Bauprojekte, aber ebenso durch eine intensivere Nutzung. Und zugleich steigen die Ansprüche an diese Räume, insbesondere die öffentlichen und halböffentlichen. Sie sollen Erholung und Ruhe bieten, Kindern zum Spielen dienen, Raum zum sozialen Kontakt animieren und der Natur in der Stadt Raum geben.
Politik, Behörden, Fachleute und Grundbesitzer stehen vor riesigen Herausforderungen. Sie sind gemeinsam verantwortlich, dass die bauliche Verdichtung langfristig Lebensqualität schafft und Identität stiftet. Nur so wird das Zusammenrücken von der Bevölkerung akzeptiert.

Die Trägerschaft der Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» appelliert mit fünf Forderungen an die Verantwortung sämtlicher Akteurinnen und Akteure für die Grün- und Freiräume.
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Menschen
FREIRÄUME FÜR UND MIT DEN MENSCHEN PLANEN UND SCHAFFEN

Die Menschen vor Ort nutzen Freiräume und sind für ihre Zukunft verantwortlich. Daher gilt: Die Bevölkerung gehört richtig und eng in Planungen einbezogen.

Grün- und Freiräume entstehen für die Menschen, die in ihrer Umgebung leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Die Aufgabe der Freiräume ist, die vielfältigen Bedürfnisse von heutigen und künftigen Nutzerinnen und Nutzer zu bedienen.
Der Einbezug der Bevölkerung ist kein notwendiges Übel, sondern die zentrale Chance, Anlagen zu erneuern oder zu bauen, die von den Menschen vor Ort angenommen werden. Die Aufgabe von Behörden und Fachleuten ist es, die Anliegen der Nutzenden anzunehmen und überzeugende und langfristige Lösungen zu erarbeiten.

Raum
VORAUSSCHAUEND FREIRÄUME SICHERN

Verdichtung konsumiert Grün. Daher gilt: Heute müssen Flächen für Freiräume von morgen gesichert werden.

Die fortschreitende Verdichtung lässt bestehende Zwischen- und Freiräume verschwinden. Die Sicherung von öffentlichen Freiflächen im Siedlungsraum ist eine Aufgabe der Gegenwart, die eine immense Bedeutung für die Zukunft unserer Städte und Dörfer hat. Sie bestimmt das langfristige Angebot an Naherholungsräumen, die Attraktivität von Grünverbindungen und Landschaftsbezügen, sowie die Qualität der Lebensräume von Tieren und Pflanzen.
Gefragt sind eine aktive Bodenpolitik der öffentlichen Hand, eine vorausschauende Planung und die konsequente Verteidigung von Schutzgebieten durch Bund, Kantone und Gemeinden.

Zeit
FREIRÄUME SIND EINE DAUERAUFGABE

Freiräume verlangen Ausdauer. Daher gilt: Die Mittel und Kompetenzen für ihren Unterhalt müssen langfristig sichergestellt sein.

Die Eröffnung eines gestalteten Freiraums markiert nicht die Fertigstellung eines Bauwerks, sondern der Beginn eines offenen Prozesses. Freiräume befinden sich in einer beständigen Veränderung und Entwicklung.
Nicht nur Pflanzen wachsen und wandeln sich. Ebenso tun dies die Ansprüche der Nutzerinnen und Nutzern. Dieser Prozess muss begleitet, gepflegt und moderiert werden. Dafür sind langfristig die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen sowie Fachleute auszubilden und einzusetzen, welche die Freiräume fachgerecht pflegen und ihre Entwicklung begleiten. Dies gilt in besonderem Masse für wertvolle histo­rische Anlagen.

Planung
GEWACHSENE QUALITÄTEN ERKENNEN UND IN DIE PLANUNG EINBEZIEHEN

Unwissen und Hast haben zerstörerische Wirkung. Daher gilt: Bevor im gebauten Bestand geplant wird, muss die kulturgeschichtliche Bedeutung der Freiräume erfasst und benannt werden.

Bestehende Freiräume in Siedlungen, Vorstädten oder auf dem Dorf sind ein Zeugnis unserer Herkunft. Sie können wertvolle Kulturdenkmäler sein, an deren Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht. Ihr Wert ist im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen.
Bund, Kantone und Gemeinden stehen in der Pflicht, dafür Ortsbild- Kulturgüter- und Garteninven­tare zu erstellen, zu pflegen und anzuwenden. Bauherrschaften und Planer stehen in der Pflicht, kulturgeschichliche Werte zu schützen und in ihren Projekten zu berücksichtigen.

Finanzierung
PLANUNGSGEWINNE IN FREIRÄUME INVESTIEREN

Trotz vieler Begehrlichkeiten gilt: Die Einnahmen von Planungsgewinnen gehören dorthin, wo Verdichtung nach mehr und besseren Freiräumen verlangt.

Verdichtung bedeutet: Grundeigentümer erhalten von der Gemeinde das Recht, mehr auf ihrem Grundstück zu bauen. Das revidierte Raumplanungsgesetz verlangt, dass mindestens 20 Prozent dieses Planungsgewinns für raumplanerische Massnahmen aufgewendet werden.
Stehen die Häuser enger, nimmt die Bedeutung des öffentlichen Raumes zu. Die Planungsgewinne müssen dort eingesetzt werden, wo Verdichtung stattfindet. Gut geplante und gebaute Freiräume nützen der Bevölkerung – und steigern die Attraktivität von Gebäuden.

21. Juli 2016 | Brigitte Frei-Heitz | Leiterin Arbeitsgruppe Gartendenkmalpflege, ICOMOS Suisse

Fliessendes Grün

Den Wert der Siedlungen mit Aussenräumen erkennen und schützen

In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, der Nachkriegsmoderne, entstanden nicht nur im kriegsversehrten Ausland, sondern auch in der Schweiz Wohnsiedlungen in den Aussenquartieren der Städte.

Funktional gegliedert, unaufgeregt in der Erscheinung waren diese Mehrfamilienhäuser in einen fliessenden Grünraum eingebettet. Oft verband sich dieses Grün mit weiteren öffentlichen Räumen wie Sport- und Freizeitanlagen. Sie repräsentieren die Ideale der gegliederten und aufgelockerten Stadt der Moderne, wie Johannes Stoffler in seiner kürzlich erschienen Publikation zum «fliessenden Grün» schreibt.

Diese Wohnsiedlungen, nach einheitlichem Plan errichtet, haben sich vielerorts bis heute erhalten und sollen nun im Zuge der geforderten Innenentwicklung nachverdichtet werden. Stehen die für heutige Ansprüche eher bescheiden konzipierte Wohnungsgrundrisse stark in der Kritik, so stellt die Grosszügigkeit der offenen Grünräume eine kostbare Qualität dar. Die geforderte Innenentwicklung geht meist zu Lasten dieser fliessenden Grünräume mit der zeittypischen Ausstattung. Die Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» soll gerade die Öffentlichkeit für die Qualität und für den Zeugniswert dieser Anlagen sensibilisieren.

Inventare schaffen Klarheit

Wie bei allen Erzeugnissen der Kunst können künstlerische Qualität, Aussagekraft und Zeugniswert erst nach ein bis zwei Generationen umfassend erkannt, beschrieben und bewertet werden. So auch bei der Baukunst, resp. den Bauten und Anlagen der Nachkriegsmoderne. 

Wie in der Stadt Zürich bereits erfolgt, soll auch in weiteren Schweizer Städten Inventare erstellte werden, welche die Siedlungen mit ihren Grünanlagen aus der Zeit der Nachkriegsmoderne erfassen. Die 2014 publizierte ICOMOS Liste der historischen Gärten und Anlagen bildet hierfür eine wertvolle Grundlage.

08. Juni 2016 | Johannes Stoffler | Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur SGGK, Mitglied des Vorstands

Hässliche Entlein?

Das Grün der Vorstadt wird routiniert wegverdichtet

Es ist Gartenjahr. Wir wandeln in blühenden Gärten, kaufen Setzlinge in alten Schlossparks, schauen Glühwürmchen hinterher. Nein, mit den hässlichen Entlein des Abstandsgrüns in der Vorstadt wollen wir nicht belästigt werden. Es erscheint uns zu alltäglich: Siedlungen mit Mehrfamilienhäusern, dazwischen immer wieder eine Schule, ein Freibad, ein Friedhof. Doch längst steht die Vorstadt im Fokus der Innenverdichtung und wird umgebaut. Wie ist es dabei um die Grünflächen bestellt?

Quartiere der Nachkriegszeit

In den weitläufigen Quartieren, die in den Jahrzehnten nach dem letzten Weltkrieg entstanden, lebt ein grosser Teil der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Städte. Hier wohnt nicht, wer den Chic der urbanen Grossstadt sucht. Hier wohnen all jene, die günstige Mieten, verkehrsfreie Schulwege und den Blick ins Grüne schätzen. Markenzeichen der Quartiere ist das «fliessende Grün» – zusammenhängende Parklandschaften mit einem vielfältigen Gehölzbestand. Ihr Gebrauchswert ist hoch: Zum nächsten Sport-, Spiel- oder Ruheplatz ist es nicht weit. Bei näherem Hinsehen zeigt sich: Viele dieser Anlagen sind keineswegs alltäglich, sondern in ihrer durchdachten Gestaltung und Nutzbarkeit besonders zeugnishaft für Ihre Zeit. Sie sind oft Teil von homogenen Ortsbildern, die in diesem Umfang später nicht mehr verwirklicht werden konnten.

Routinierte Einigkeit

Längst steht das fliessende Grün der Nachkriegsmoderne massiv im Fokus der Innenverdichtung. Schliesslich ist Innenverdichtung notwendig, will man den wachsenden Bedürfnissen und Ansprüchen an den Wohnraum in der Stadt nachkommen und gleichzeitig die offene Landschaft freihalten. Es herrscht routinierte Einigkeit. Der politische Wille, niedrige Zinsen, gelockerte Bauordnungen – alles passt. Siedlungsgenossenschaften wittern Morgenluft und planen ganze Arealüberbauungen. Und doch darf gefragt werden: Heiligt der Zweck alle Mittel?

Verdichtung und Freiraumqualität

Innenverdichtung heisst nicht allein, grossvolumige Ersatzneubauten zu erstellen, um die Ausnützungsziffer einer Parzelle zu verbessern. Sie bedeutet auch, qualitätsvolle Freiräume neu zu schaffen – Freiräume, die mehr sind, als nur begrünte Gebäudeumgebungen und Erschliessungskorridore. Doch je stärker verdichtet wird, desto weniger Spielräume bleiben hierfür – Sachzwänge wie Feuerwehrzufahrten, Abfallentsorgung, Tiefgaragen & Co lassen grüssen. Vielfach ist in dieser Situation nur die Flucht nach vorn möglich: Die radikale Neuorganisation einer Ersatzwohnbebauung zugunsten eines besseren Zuschnitts ihrer Freiräume. Wird der Freiraum von Anfang an mitgedacht, kann hier tatsächlich neue Freiraumqualität entstehen. Und doch muss eines klar sein: Ein solches Projekt in der Vorstadt der Nachkriegsmoderne wird als Bruch mit dem Umfeld wahrgenommen werden. Von der «Gartenstadtatmosphäre» des fliessenden Grüns wird man sich an dieser Stelle genauso verabschieden müssen wie von der Bewohnerschaft der ehemaligen Siedlung.

Neues aus dem Bestand entwickeln

Soll Verdichtung nicht tabula rasa bedeuten und mit den Qualitäten der überkommenen Parklandschaft der Quartiere der Nachkriegszeit gänzlich brechen, sind mehr innovative Bau- und Freiraumkonzepte gefragt, die in Wohnqualität investieren, statt nur an die Grenzen der möglichen Bauausnutzung zu gehen. Das Neue aus dem Bestand zu entwickeln und mit ihm zu verbinden gibt einem Ort ein Stück Selbstverständlichkeit. Dies ist nicht nur ein reizvoller gestalterischer Ansatz, sondern vermittelt Herkunft und stärkt damit die Identität eines Quartiers und seiner Bewohner. Auch dieses Ziel kann Verdichtung haben.

Die Anlagen für sich selbst sprechen lassen

Gleichzeitig gilt es, energischer für wertvolle Gärten und Anlagen einzustehen, die als Zeitzeugnisse besonderen Schutz verdienen. Sie bilden mit ihren grosszügigen Grünzügen das Rückgrat der Quartiere und sind Garanten der Freiraumversorgung. Ihre gestalterischen Qualitäten sind oftmals versteckt, denn eine Armada von eisernen Besen billigster Unterhaltsfirmen haben über die Jahrzehnte viele gärtnerische Details weggefegt und Cotoneaster-Wüstungen entstehen lassen. Doch dort, wo die Anlagen restauriert und fachgerecht gepflegt werden, geschieht Erstaunliches: Das hässliche Entlein der Vorstadt verwandelt sich und wird zum Publikumsliebling, zum unverzichtbaren Bestandteil des Quartierlebens. Heutige Nutzungsbedürfnisse können dabei oft problemlos einbezogen werden. Gerade im Strom der Veränderung vermitteln solche zeugnishaften Anker Halt und Herkunft für die Bewohner. Und sie helfen, der breiten Öffentlichkeit den kulturellen Wert einer lange übersehenen Epoche «durch die Blume» zu vergegenwärtigen.

Eine Entwicklung der Vorstädte der Nachkriegsjahrzehnte kann nur gelingen, wenn Verdichtung nicht zum Naturgesetzt erklärt wird, sondern gewachsene und bewährte Freiräume in die neue Stadt hinübergerettet werden können.

17. Mai 2016 | Peter Wullschleger | Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen

Verdächtiges Einvernehmen

Das Gartenjahr 2016 stösst überall auf Interesse, offene Ohren und Türen. Die Brisanz und Aktualität des Themas «Raum für Begegnungen», welche einerseits die Bedeutung urbaner Freiräume für das Zusammenleben und andererseits den Druck auf diese Räume angesichts der urbanen Verdichtung in den Fokus stellt, begegnet kaum Widerstand.

Keine Kritik. Keine Gegenposition. Klatschen von links bis rechts, von Biodiversität bis Architektur. Angesichts der generellen Zustimmung könne man sich fragen, ob eine solche Kampagne überhaupt nötig ist, ob nicht alle Akteure bereits sensibilisiert und die hehren Ziele des Gartenjahres verinnerlicht sind und gelebt werden. Oder die Kampagne erreicht bis Dato nicht die wahren Täter und Verantwortlichen. Wen gälte es denn zu überzeugen?

Täter schaffen Tatorte und solche sind offensichtlich. Wer sich in den Entwicklungsgebieten zwischen Lac Léman und Bodensee umsieht, wird sich augenblicklich der Kampagne anschliessen. Können sich die Fachleute gegen Auftraggeber und Bauherrschaften nicht durchsetzen? Entwickelt die Bevölkerung zu wenig Druck auf Politik und Verwaltung?

Vordergründig zufriedene Bevölkerung

In der Wohntraumstudie von MoneyPark 2015 wurde nachgewiesen, dass nur 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung im Stadtzentrum und sogar nur 10 Prozent isoliert auf dem Land leben möchten. Alle anderen fühlen sich am Stadtrand, in der Agglomeration und auf dem Dorfe (oder dem was sie dafür halten) am wohlsten. Beim Immobilientyp bevorzugen 60 Prozent das Einfamilienhaus, notfalls in einer Reihe (3%). Das Resultat dieser Präferenzen nennt Benedikt Loderer «Hüsli-Schweiz». Verschiedene Studien der WSL zeigen eine grosse Zufriedenheit der Schweizer Bevölkerung mit ihrer Wohnumgebung, welche sie unabhängig von der realen Situation gerne als dörflich wahrnimmt.

Dieser Befund zeigt, dass Landschaft halt auch im Kopf stattfindet, denn dieselben Zufriedenen haben auch der Revision des Raumplanungsgesetzes oder Kulturlandinitiativen zugestimmt. Da man sein Zuhause letztlich selber gewählt und mitunter viel Geld und Energie in die Wahl gesteckt hat, kann man sich nur schwer eingestehen, dass man es nicht «schön hat».

Hintergründig zufriedene Investoren

Patrick Gmür, der Noch-Direktor des Züricher Amts für Städtebau sagte 2015 in einem Interview mit der Fachzeitschrift Tec21: «Die städtebaulichen Inputs in der Agglomeration sind ... meist nicht von der Gemeinde initiiert, sondern von Investoren oder Grundeigentümern. Sie erhoffen sich in erster Linie, mit hoher Dichte bzw. Ausnützung, Geld zu verdienen.» Gemeindepolitiker und Behörden auf der Suche nach Steuersubstrat ziehen es vor, diesen nicht all zu grosse Steine in den Weg zu legen.

Investoren denken selten in sozialen Kategorien. Ihre Kernkompetenz liegt in der kurzfristigen Optimierung der Rendite auf das investierte Kapital, welches aktienmarkt-gebrannte Pensionskassen gerne und ausreichend zur Verfügung stellen. Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum schaffen Zuversicht.

Diese städtebauliche Goldgräberstimmung in einem planerischen Wildwest-Dekor, in welchem sogar das Dogma der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet nicht mehr für räumliche Konturen sorgt und alles andere eh verhandelbar ist, haben vordergründig nicht monetarisierbare Anliegen wie die Schaffung von multifunktionalen Begegnungsräumen oder identifikationsstiftenden Landschaften einen schweren Stand.

Unzufriedene Experten

Die fehlende Investition in langfristige gesellschaftliche Werte, in die Gemeinschaft, in das Wohlbefinden, in soziale Kohäsion und Integration, in Biodiversität und Naturerfahrung stösst den Fachleuten sämtlicher raumrelevanter Planungsdisziplinen sauer auf. Alle mit einem Diplom als Treiber von Entwicklungen und Gestalter unseres Lebensraumes in der Tasche finden sie sich im Berufsalltag als Getriebene wieder. Durch Kosten und Termine nicht weniger unter Druck als der Raum, den sie gestalten, selbst.

Architekten, Raumplaner, Landschaftsarchitekten und Ökologen interessieren sich also nicht aus Sentimentalität und Opportunismus für die Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» und unterstützen deren Zielsetzungen. Sie sind nicht die primären Adressaten sondern Teil der Leidensgemeinschaft. So lässt sich indessen einem der Ziele der Kampagne näher kommen, nämlich der fachlichen Solidarität und der Zusammenarbeit über Disziplinengrenzen hinweg.

Annäherung von Schein und Sein

Zu überzeugen gilt es aber die Auftraggeber, diejenigen welche nicht in sozialen und ästhetischen Kategorien denken, sondern für welche der Raum lediglich die Brutkammer ihrer Kapitalrendite ist. Von Landschaft sei an dieser Stelle erst gar nicht die Rede, denn Landschaft ist per Definition mit Bedeutung und Wert aufgeladener Raum.

Diesen Wert gilt es zu verdeutlichen und zu postulieren. Landschaft – und als solche ist gemäss obiger Definition auch die Stadt und der Siedlungsraum generell zu begreifen – ist also vielleicht tatsächlich vom Verschwinden bedroht, nicht physisch, nicht durch Hüsli-Schweiz und Bauten ausserhalb der Bauzonen, sondern durch den Bedeutungsverlust.

Hier liegt die grosse Herausforderung, aufzuzeigen was mit dieser Bedeutung einher geht, was auf dem Spiel steht. In landschaftlichen Dimensionen zu denken heisst eine Beziehung eingehen, sich kümmern, Stellung beziehen. Seinen Lebensraum als Landschaft wahrnehmen heisst, sich der Realität stellen.

21. April 2016 | Patrick Schoeck-Ritschard | Schweizer Heimatschutz, Leiter Baukultur

Gute Verdichtung beginnt bei der Wertschätzung der Grünräume

Die Landschaft in den Ortskernen als Wert erkennen

Der Charakter unserer Städte und Dörfer ergibt sich durch das Zusammenspiel zwischen Häusern, Strassen, Nutzgärten, Umfassungsmauern oder Streuobstwiesen. Eine Handhabe, um diese einmaligen Werte zu erhalten, fehlt vielerorts. Der Zwang zu mehr Dichte in den Wachstumspolen und die Forderung nach der Reduktion des Baugebietes auf dem Land verlangen nach neuen Lösungsansätzen, die Landschaft und Siedlung als Ganzes verstehen. Andernfalls droht eine ungebremste Zersiedelung gegen innen.

Die Landschaft in den Ortskernen erkennen

Die Weinberge greifen bis in den Ortskern hinein; Zwischen den einzelnen Häusern breiten sich hinter Mauern üppige Nutzgärten mit Obstbäumen und Beerensträuchern aus, in denen Vögel zwitschern. Dieses idyllische Bild drohte im Bündnerischen Fläsch verloren zu gehen: die Parzellen lagen in der Bauzone und konnten entsprechend bebaut werden. Es brauchte eine kluge Idee, viel Engagement und einen langen Atem, um dieses wertvolle Ensemble durch eine Neuordnung des Baugebietes erhalten zu können. Mit dem Wakkerpreis hat der Schweizer Heimatschutz 2010 diese Leistungen gewürdigt und bekannt gemacht.

Am Anfang stand in Fläsch die simple Erkenntnis, dass die Landschaft nicht erst am Siedlungsrand beginnt, sondern mitten im Dorf. Erfolgreich war letztlich eine Milchbüchlein-Rechnung: Durch die Auszonung am richtigen Ort im Dorfkern und eine Einzonung einer Wiese am Siedlungsrand ging kein Quadratmeter Boden verloren. Damit hat sich die Gemeinde letztlich die Gelegenheit geschaffen, sich wirklich frei zu entwickeln, ohne damit ihre vorhandenen Werte zu zerstören.

Bauland auszonen, um die Landschaft der Ortskerne zu erhalten

Mit dem revidierten nationalen Raumplanungsgesetz sind zahlreiche Kantone unter Zugzwang geraten: Die Bauzonen in vielen Gemeinden der Schweiz sind viel zu gross. Das von den Schweizer Stimmberechtigten sehr deutlich angenommene Raumplanungsgesetz verlangt nun nach Strategien, wie das Bauland reduziert werden kann.

Das Beispiel von Fläsch zeigt, dass Auszonungen nicht grundsätzlich am Siedlungsrand stattfinden müssen: Allzu oft haben Ortsplaner vor dreissig oder vierzig Jahren euphorische Entwicklungsphantasien in Zonenpläne umgesetzt. Dabei wurden Kirchhänge, Streuobstwiesen oder wertvolle Nutz- und Ziergärten ohne Rücksicht auf die vorhandenen räumlichen Qualitäten der Bauzone zugewiesen. Sie wurden so von landwirtschaftlichen Grundstücken zu Bauland – und damit zu finanziellen Werten.

Es ist an der Zeit, eine echte Reparatur der fehlerhaften Ortsplanungen anzugehen – auch wenn dies Geld und Zeit kostet. Der Zwang zur Rückzonung wäre der ideale Moment, um wertvolle kleinere, aber wichtige Grünräume in den Dörfern vor einer Bebauung zu schützen. Der Schweizer Heimatschutz hat auf diese einmalige Chance bereits 2015 hingewiesen.

Überholte Denkmuster überwinden

Der Fokus des revidierten Raumplanungsgesetzes liegt aber nicht auf der Auszonung, sondern auf der inneren Verdichtung. Aber auch hier gelten dieselben Voraussetzungen: Eine langfristig positive Verdichtung gelingt nur, wenn der Spagat zwischen Identität und Entwicklung gelingt. Wenn alte Umfassungsmauern, grosse Linden am Dorfplatz oder Zedern in Villengärten unbedacht verschwinden, droht eine Zersiedelung gegen innen, die unheilbare Narben hervorruft. 

Beispiele wie die Gemeinde Fläsch oder die Talschaft Bergell (Wakkerpreisträger 2015) zeigen, wie die Herausforderungen kommunal pragmatisch und realistisch angegangen werden können. Dazu braucht es in erster Linie ein Bewusstsein für die landschaftlichen Werte im Baugebiet. Denn meistens bedauert man den Verlust erst, wenn er sichtbar ist.

«Raum für Begegnungen», wie es das Gartenjahr 2016 einfordert, entsteht in Dörfern zumeist nicht in Parks, sondern dort, wo sich die Menschen im Ortsbild intuitiv wohlfühlen und ein Stück Identität finden. Dazu braucht es aber den Willen zur gemeinsamen Zusammenarbeit. Dies gelingt nur, wenn Politik, Ortsplanung, Denkmal- und Ortsbildpflege sowie der Natur- und Landschaftsschutz zusammenspannen und ihr Wissen und ihre Forderungen zu einem grossen Ganzen vereinen.

02. März 2016 | Alain Berset | Bundesrat, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern

Grussbotschaft

Das Gemüsebeet auf dem Balkon, die Tomatenpflanze auf der Verkehrsinsel, die Blumen im Schrebergarten – das Bedürfnis nach Garten ist gross. Es ist der Wunsch nach Realem in einer Welt, in der das Virtuelle immer zahlreichere Lebensbereiche durchdringt. Die digitale Revolution weckt unsere Sehnsucht nach Sinnlichem, nach organisch Wachsendem. Urban gardening ist nur ein Ausdruck davon.

Der Garten ist real, egal ob als exotische Oase, Stadtpark oder Gemüselieferant. Im Garten wirken die Kräfte der Natur, er blüht und welkt, spendet Schatten und trägt das Gesicht der Jahreszeiten. Er ist handfest, er hat Farbe und Struktur, Gewicht und Geruch. Nicht zuletzt ist er ein Ort der Entschleunigung und Selbstbesinnung.

Der Garten braucht Pflege. Jeder Garten muss kultiviert werden, sonst verwildert er, auch die wildesten unter ihnen. Das Paradies ist ohne Jäten nicht zu haben. Und der Garten als Begegnungsraum braucht unseren Schutz. Gärten sind in einem Land unter hohem Siedlungsdruck zentral für unsere Lebensqualität.

Der Garten ist ein Freiraum – ein Raum, den unsere Freiheit braucht, um sich zu entfalten. Darauf macht das Gartenjahr 2016 aufmerksam.

01. März 2016 | Brigitte Häberli-Koller | Ständerätin, Vorstandsmitglied der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE

Fünf Punkte zum «Wie» der Verdichtung

Lösungen vom Bestand aus entwickeln

Die Frage, ob wir unsere Siedlungsräume in Zukunft verdichten müssen, wird weitherum bejaht. Als nächstes muss deshalb die Frage im Zentrum stehen, wie diese Verdichtung umgesetzt werden soll.

Was denken Sie, wenn Sie «Oasen» lesen? Oase bezeichnet eine Wasserstelle, die in einem lebensfeindlichen Umfeld zum Lebensraum wird. Hier leben und arbeiten Menschen, treffen sich Händler und Reisende, werden Häuser gebaut und Politik gemacht. Hier erblüht Kultur. Während in der Oasenstadt das Leben pulsiert, bedeutet Oase für uns ein Ort der Ruhe. Hier öffnet sich, mitten im Dichtestress unserer Umwelt, ein Freiraum. Wir liegen im Schatten alter Bäume, lassen den Blick über Blumenbeete schweifen, lauschen dem Wasserspiel eines Brunnens, sehen anderen beim Müssiggang zu. Diese Oase schafft Platz für Gedanken und Ideen. Auch sie ist kultureller Ort schlechthin.

Lebensraum oder Ruheort – das ist kein Widerspruch, denn bei beiden Aspekten gewinnt die Oase ihre Bedeutung erst in der Abgrenzung, sei es von der Wüste oder vom hektischen Alltag. In jedem Fall bezeichnet sie den anderen Raum. Je stärker sich der Kontrast zu jenem Raum abzeichnet, desto klarer tritt die existenzielle Bedeutung der Oase und der Kultur in den Vordergrund. Es geht nicht ohne sie, sie sind lebenswichtig.

Um diese Essenz geht es, wenn sich die Kampagne Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen ein Jahr lang für den Erhalt und die Entwicklung von Freiräumen und Gärten stark macht. Sie nimmt damit an der aktuellen Diskussion um die bauliche Verdichtung teil. Die Frage, ob wir unsere Siedlungsräume in Zukunft verdichten müssen, wird weitherum bejaht. Als nächstes muss deshalb die Frage im Zentrum stehen, wie diese Verdichtung umgesetzt werden soll. Eine pauschale Antwort gibt es allerdings nicht.

Für dieses «Wie» postuliert die NIKE folgende fünf Punkte:

1. Denken wir Lösungen vom lokalen Kontext aus. Normen und Quoten sind nur bedingt zielführend.

2. Denken wir Lösungen vom Bestand aus. Dieser liefert wertvolle Hinweise zu Strukturen, Massstäblichkeiten oder Materialität. Inventare liefern wichtige Hinweise auf Verdichtungspotential. Altstädte aber auch (Kultur-)Landschaften sind authentische Zeugnisse unserer Geschichte und Kultur und tragen dazu bei, dass wir uns in unserer Umgebung wohlfühlen.

3. Führen wir das auf verschiedene Gruppen (Raumplanerinnen, Denkmalpfleger, Architekten, Forschungsinstitute etc.) verteilte Know-how zusammen, um im Gespräch die besten Lösungen für die Transformation bestehender Strukturen im Sinne qualitätvoller Verdichtung zu finden. Auch die Betroffenen sind unbedingt miteinzubeziehen.

4. Lassen wir uns die Massnahmen etwas kosten. Denn was wir jetzt gut hinkriegen, müssen wir später nicht mehr korrigieren, was Kosten spart.

5. Und last but not least: Denken wir vom öffentlichen Raum aus.

Was für die bauliche Verdichtung allgemein gilt, gilt auch für Freiräume und Gärten. Der Blick auf solche Oasen zeigt: Sie haben eine zentrale Funktion in verdichteten Räumen und können – oder müssen? – deshalb Ausgangspunkt sein, um Konzepte für ein lebensfreundliches Wachstum nach innen zu entwickeln.

Sind Sie anderer Meinung? Die Debatte ist eröffnet, wir freuen uns über Ihre Reaktionen – auf Facebook oder an info@nike-kulturerbe.ch.

 

© A.-M. Biland, Bern

28. Februar 2016 | Peter Wullschleger | Geschäftsführer BSLA

Es geht ums Ganze

Von der Siedlungsentwicklung zur Landschaftsgestaltung.

Siedlungsentwicklung ist in der Tat ein ziemlich fader Begriff, nüchtern, neutral im Geschmack. Er hat etwas beobachtend-langweiliges. Landschaftsgestaltung ist da schon aus anderem Holz geschnitzt. Tiefgründiger, vielschichtiger. Emotional, aktiv, kreativ. Landschaft lässt keinen kalt, allein schon die Ansprache eines konkreten Perimeters stellt eine Beziehung zu ihr her, erweckt sie zum Leben. Landschaft impliziert Gefühle, Bilder, Sehnsüchte, Vorstellungen und Ideale. Nimmt man der Landschaft all das weg, bleiben nur Hülsen, welche wir bevorzugt «Raum» nennen.

Wahrnehmung, Natur und Handeln
Wahrnehmung ist das Zauberwort, denn es steckt auch in der modernen Definition von Landschaft. «Landschaft», ein Gebiet, wie es vom Menschen wahrgenommen wird. Man könnte auch sagen «ein Raum, wie er vom Menschen wahrgenommen wird». Also könnte man einen wahrgenommenen Raum als Landschaft bezeichnen oder umgekehrt eine nicht wahrgenommene Landschaft als Raum. Wahrnehmung ist aber nur ein erstes Drittel. Ein zweites ist das, was man Natur nennen könnte, also alles, was nicht unmittelbar eine Frucht menschlichen Handelns ist, wie Topographie, Geologie, Boden, Wasser, natürliche Sukzession und Klimaxvegetation, Licht, Wetter und Klima. Das dritte Drittel ist alles, was der Mensch mit seinem Handeln zur Gestalt der Landschaft beiträgt, bewusst oder unbewusst, als Resultat seines Wirtschaftens. Dieses kann, ja muss man als Gestaltung bezeichnen. Denn nicht nur wenn der Mensch ein Auto, ein Haus oder eine Stadt baut, hat das Resultat eine Gestalt, sondern auch wenn er eine Strasse anlegt, einen See staut, oder Kühe auf eine Weide treibt. Bewusst oder unbewusst: Es handelt sich um gestalterische Akte oder zumindest um Handlungen mit gestalterischen Konsequenzen. Wir leben in einer Zeit, in der diese definitorischen Stellschrauben neu justiert werden.

Die Reise «von der Siedlungsentwicklung zur Landschaftsgestaltung» hat begonnen. Zeit für die Landschaftsarchitektur, Selbstbewusstsein zu manifestieren und sich als Reiseleiter aufzudrängen. Dies braucht ein neues Gestaltungsverständnis auf beiden Seiten. Annäherung ist angesagt. Ökologen und Sozialwissenschaftler müssen lernen, dass Gestaltung nicht schlicht das Raum gewordene Resultat gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse ist, sondern ein bewusster Akt im Hinblick auf ein gewünschtes Ziel, basierend auf einer Expertise. Landschaftsarchitekten müssen sich für diese Expertise empfehlen. Am erfolgreichsten werden Sie dabei sein, wenn Sie erkennen, dass Gestaltung mehr ist als ein individuell künstlerisch-kreativer Akt, appliziert auf die Leinwand genannt Landschaft.

Landschaftsgestaltung als Prozess
Landschaft und deren Gestaltung sind Verhandlungsgegenstände, welche nur in breit abgestützten, interdisziplinären und partizipativen Verfahren angegangen werden können. Und Landschaftsgestaltung ist nicht das Vorlegen eines Projekts, nicht eine einmalige Investition,  sondern ein laufender Entwicklungsprozess, der angestossen, begleitet und ausgerichtet werden will. Je früher die Landschaftsarchitektur in diesen Prozessen beteiligt ist, oder wenn sie sogar von Landschaftsarchitekten angeregt oder ausgelöst werden, umso besser. Dies gilt sowohl für den Siedlungsraum wie auch für die offene Landschaft.

Schaffung, Sicherung und Pflege von Freiraum und Landschaft sind kulturelle Akte. Innovative Lösungen finden sich also nicht in den Entwicklungsabteilungen von CAD-Software-Firmen,  sondern sie kommen immer aus der Abteilung Integration. Die Überwindung von Sektorengrenzen hin zu einer gesamtheitlichen Sicht ist Voraussetzung für jede landschaftliche Qualitätsdiskussion. Innovative Lösungen sind immer Lösungen, welche im Verbund angegangen werden, Rezepte hinterfragen, auf qualifizierten Analysen basieren, einen systemischen, gesamtheitlichen Ansatz haben und Bilder und Visionen produzieren, diskutieren und kommunizieren.

Bleibt das Problem der Wertbeimessung der qualitätvollen, sprich schönen und Bedürfnisse erfüllenden Landschaft. Bleibt das Problem des politischen Willens, gesellschaftliche Tendenzen aufzunehmen und in politische Aktion umzusetzen. Landschaft als gesellschaftliches Thema ist heute «in», aber noch lange nicht relevant.

aus: anthos 1 • 16

27. Februar 2016 | Daniel Schneller | Präsident der Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger KSD

2016 ist Gartenjahr

Den Gartenraum mitdenken! Den Freiraum einfordern!

Vorschnell wird Verdichtung mit der Überbauung von unbebauten Flächen gleichgesetzt und Vorgärten, begrünte Innenhöfe, Baumgärten usw. werden aufgegeben. Verdichtung bedeutet jedoch eine qualitätsvolle Innenentwicklung und umfasst deshalb den sorgfältigen Umgang mit bebauten und unbebauten Flächen.

Verdichtung als Zauberwort im Kampf gegen den täglichen Konsum von Bau- und Kulturland ist in aller Munde, ruft jedoch bei der Bevölkerung Ängste hervor, Dichtestress in allen Facetten. Anstelle der polemischen, eindimensional geführten Diskussion soll eine differenziertere und zukunftsfrohe Betrachtung gefördert werden. Wie hoch der jeweilige Anteil von nicht überbauten Gärten und Freiräumen in Verdichtungsgebieten sein soll, ist über eine sorgfältige Analyse spezifisch festzulegen.

Die Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger KSD setzt sich für eine verbindliche Festlegung von Freiraumflächen ein und engagiert sich für den Schutz von bestehenden Garten- und Grünräumen. In den Kantonen und Städten werden nicht nur im Rahmen der Denkmaltage am Wochenende vom 10. und 11. September 2016 die Bevölkerung und die Entscheidungsträger über den hohen, gesellschaftlichen Wert von öffentlichen Parks, Platzanlagen und Grüngürtel aufgeklärt. Daneben sind auch verschiedene Veranstaltungen, wie auf dem Areal der Gartenbauausstellung Grün 80 bei Münchenstein geplant, an welchen auch die Risiken einer zu hohen Nutzung von Grünräumen thematisiert werden. Wir heissen Sie herzlich Willkommen und freuen uns über einen angeregten Dialog zwischen Nutzern, Planern, Denkmalpflegenden und Müssiggängern.

27. Februar 2016 | Peter Egli | Schweizer Heimatschutz

Zeit zum Handeln

Die Zeitschrift «Heimatschutz/Patrimoine» zum Gartenjahr 2016

Die aktuelle Ausgabe der zweisprachigen Mitgliederzeitschrift «Heimatschutz/Patrimoine» ist dem Gartenjahr 2016 gewidmet. In verschiedenen Hintergrundartikeln werden heutige Herausforderungen für Gärten und Parks beschrieben. Sei es die Sanierung von vergifteten Vorgärten, die Schutzbemühungen für gefährdete Parks im Kanton Tessin oder die anspruchsvolle Neugestaltung von Flussufern – die beschriebenen Themen zeigen, dass der Erhalt und die Entwicklung von Freiräumen und Gärten ein brennendes Thema ist. Es ist Zeit zum Handeln.

Der Schweizer Heimatschutz setzt sich für eine sorgfältige Entwicklung der Siedlungsgebiete ein. Dabei spielen Grün- und Freiräume eine zentrale Rolle. Die führende Nonprofit-Organisation im Bereich Baukultur engagiert sich deshalb stark in der Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» und zündet ein Feuerwerk an Aktivitäten zum Schutz der Grünanlagen. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine werden diese vorgestellt, begleitet von vier Hintergrundberichten zum Thema.

Gifte der Fabrik in der geschützten Arbeitersiedlung
Teerplatten, die vor Jahrzehnten für Gartenwege Verwendung fanden, werfen einen langen Schatten auf die Arbeitersiedlung «Elsässli» in Derendingen SO. Die Böden des industriegeschichtlich bedeutenden Ensembles aus den 1870er-Jahren sind vergiftet. Mit dem Schoggitaler 2016 hilft der Schweizer Heimatschutz mit, dass neue Gärten entstehen können, die Denkmalpflege und Biodiversität gleichermassen Rechnung tragen.

«Gartenkultur ist die Beschäftigung mit dem freien Raum»
Stefan Rotzler ist Landschaftsarchitekt. Heute ist er vor allem beratend tätig, begleitet Wettbewerbe oder vergibt als Jury-Mitglied Preise im In- und Ausland – unter anderem ist er Präsident der Kommission des Schulthess Gartenpreises des Schweizer Heimatschutzes. In einem Interview äussert er sich über den Gegenstand Garten und die Kultur des Freiraumes.

Gärten und Parks unter Druck
Historische Parkanalagen und Gärten sowie freie Flächen im Siedlungsraum sind im Tessin einem kontinuierlichen und stetig zunehmenden Druck ausgesetzt. Zum Beispiel der Park der Villa Argentina in Mendrisio: Die 1985 unter kantonalen Schutz gestellte Parkanlage ist in Gefahr, zerstört zu werden.

Zwischen Hochwasserschutz und Erholungslandschaft
Nutzung und Bedeutung von Gewässern, insbesondere von Flüssen und Bächen, haben sich im Laufe der Geschichte grundlegend gewandelt. Um die Wasserkraft zu nutzen und an den Ufern gefahrlos siedeln zu können, wurden Fliessgewässer lange Zeit gezähmt – begradigt, kanalisiert. Dies ist derzeit im Wandel begriffen: Im Zuge des Siedlungsdrucks und der Verdichtung werden Räume am Wasser einer Neubeurteilung unterzogen. Sowohl die Gefahrenlage als auch die Landschaftsästhetik werden gegenwärtig neu definiert.

Link zur Zeitschrift.

16. September 2015 | Peter Wullschleger | Mitglied der Trägerschaft

2016 ist Gartenjahr!

Das Bevölkerungs- und Siedlungswachstum der Schweiz haben zu einer breiten Diskussion über die Eindämmung der Zersiedelung und die Schonung der Landschaft geführt. Die Schweizer Bevölkerung hat in jüngster Zeit wiederholt an der Urne den Willen zur Innenentwicklung und urbanen Verdichtung unterstrichen.

Freiräume wie Gärten, Parks, Plätze und Grünflächen verschiedenster Art leisten in urbanen Gebieten einen zentralen Beitrag zur Lebens- und Siedlungsqualität. Sie schaffen Möglichkeiten für Erholung und sozialen Austausch, stärken die Identität eines Ortes.

Keine qualitätvolle urbane Verdichtung ohne genügend qualitätvolle Freiräume!

Durch das Gebot der Verdichtung geraten bestehende Freiräume verstärkt unter Druck; Einerseits durch die Bebauung und andererseits durch grösseren Nutzungsdruck auf die verbleibenden Flächen. Je dichter die Siedlung, desto wichtiger wird die Qualität der öffentlichen Räume. Die Bedeutung der Freiräume wird jedoch in Planungsprozessen und Projekten häufig nicht ausreichend berücksichtigt Die Bevölkerung wird zu wenig eingeladen, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und in die Planungsprozesse einzubringen.

Eine breite Diskussion zu Bedeutung, Nutzen und Pflege von Freiräumen in einer immer urbaneren Schweiz ist dringend angezeigt. Die Kampagne «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» bietet dafür eine Plattform. Die Trägerschaft ist überzeugt, dass durch einen breiten fachlichen Diskurs und die Sensibilisierung der Bevölkerung im Rahmen der Kampagne konkrete Verbesserungen der Freiraumsituation initiiert werden können, dass Potentiale und Chancen besser erkannt und so Planungsfehler verhindert werden können.

Gemeinden, Fachorganisationen, Gartenfreunde, Schulen, Kunst- und Kulturschaffende sind eingeladen, im Rahmen der Kampagne Veranstaltungen und Projekte zu lancieren, welche die Kampagnenziele unterstützen.

Wir freuen uns mit Ihnen auf diesen Dialog, auf vielfältigste Begegnungen mit der Natur, mit Kultur und Geschichte und natürlich auf die Begegnung mit anderen Menschen.

16. September 2015 | Patrick Schoeck | Schweizer Heimatschutz SHS

Verdichtung von Freiräumen und Baudenkmälern her denken

Identität und Lebensqualität entstehen aus bestehenden Werten

Die bauliche Entwicklung innerhalb des Siedlungsgebietes hilft, die Natur zu schonen. Bauen im Bestand verlangt jedoch nach Respekt und Umsicht – gerade auch gegenüber den Frei- und Grünräumen im Siedlungsgebiet.

Mit seinen Auszeichnungen, Publikationen und Veranstaltungen macht der Heimatschutz auf den Wert von Parks, Gärten, Alleen oder Ufer aufmerksam.

Letztes Jahr richtete der Schweizer Heimatschutz sein Augenmerk besonders auf die öffentlichen Räume. 2014 erhielt die Stadt Uster den Schulthess Gartenpreis für den zähen Willen, den Aabach vom einstigen Industriekanal zur neuen grünen Mitte einer Stadt mit 33‘000 Einwohnern umzuformen. Der Wakkerpreis ging an die Stadt Aarau, die ihre Quartiere mit Rücksicht auf die vorhandenen Qualitäten des Aussenraumes weiterentwickelt. Diese Beispiele veranschaulichen, dass Freiräume und wertvolle Bauten und bestehende Siedlungsstrukturen Schlüssel für eine Verdichtung mit hoher Lebensqualität sind.

Zeitgleich haben die kantonalen Heimatschutz-Sektionen 2014 ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt. An über 50 Anlässen bot sich der breiten Bevölkerung die Gelegenheit, über den Wert von Parks, Plätzen, Alleen, Seeufer oder Privatgärten zu diskutieren.

Im Gartenjahr 2016 werden der Schweizer Heimatschutz und seine Sektionen dieses wichtige  Engagement fortsetzen. Für die Umsetzung wurden beträchtliche Mittel – namentlich aus dem Schoggitaler – zurückgestellt. Zentraler Leitgedanke ist die einfache Formel: Häuser, Ensembles und Ortsbilder sind untrennbar verbunden mit der Umgebung. Ohne Rücksichtnahme auf diesen Grundsatz droht letztlich eine Zersiedelung gegen innen.

PS: Das Veranstaltungsprogramm ist in zahlreichen kantonalen Heimatschutz-Sektionen im Moment in der Erarbeitung. Wenn Sie sich aktiv mit interessanten Themen einbringen möchten, treten Sie rasch direkt in Kontakt mit unseren kantonalen Sektionen.

16. September 2015 | Paula Borer | Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE

Oasen im Alltag

Europäische Tage des Denkmals 2016 und NIKE-Bulletin

Verweilen, auftanken und Geschichte erleben: Am 10. und 11. September 2016 ist es möglich. Die 23. Ausgabe der Denkmaltage in der Schweiz präsentiert Erholungs- und Rückzugsorte in ihrem historischen Kontext.

Die von der NIKE koordinierten Europäischen Tage des Denkmals schliessen sich 2016 dem Gartenjahr an und rücken schützenswerte Entspannungsorte aller Art ins Scheinwerferlicht: Von historischen Gärten, Landschaftsparks und urbanen Plätzen über Friedhöfe und Gartenstadt-Siedlungen bis zu gestalteten Firmenarealen, botanischen Gärten und Kulturlandschaften erschliessen sich die vielfältig vorhandenen Ruhe- und Rückzugsorte einem breiten Publikum.  Damit richten die Denkmaltage 2016 den Fokus auf bestehende Freiräume, die als Oasen im Alltag funktionieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in der von Bevölkerungs- und Siedlungswachstum geprägten Schweiz leisten. Ganz im Sinne der Oase wird das Publikum eingeladen, während zwei Tagen zu verweilen, einzutauchen und aufzutanken in einem wohltuenden und überraschend reichen Kapitel des kulturellen Erbes der Schweiz.

Mit ihrem vielfältigen, breit abgestützten und schweizweiten Veranstaltungsprogramm bündeln die Europäischen Tage des Denkmals die Energien der Beteiligten, schaffen einen festlichen Rahmen für die Vermittlung der historischen Grün- und Freiräume und wirken so als ein Leuchtturm des Gartenjahres 2016.

Bereits im März erscheint das NIKE-Bulletin als Sonderausgabe zu den Denkmaltagen. Das Heft wirft mit anschaulichen und vertiefenden Artikeln Licht auf die vielfältigen Aspekte des Themas, liefert Anregungen für Veranstaltungen und macht Lust auf mehr. Auch die weiteren Ausgaben der Zeitschrift werden im Zeichen des Gartenjahres stehen und Blicke auf Freiräume und Verdichtung werfen.

Bally-Park_Schönenwerd, © NIKE
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